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Anmeldeschluß ist der 31.07.2019

Das Rulaman-Buch (Weinland/gebr. Exemplare) wird es in geringen Stückzahlen auch zu erwerben geben.

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Rulaman ist ein 1878 erschienener didaktischer Jugendroman des deutschen Naturforschers und Schriftstellers David Friedrich Weinland.

Der Jugendroman Rulaman ist vor dem Hintergrund des seinerzeit erwachenden, großen Interesses an der Ur- und Frühgeschichte zu sehen – 1856 wurde das erste Skelett eines Neandertalers entdeckt, ab den 1850er Jahren Pfahlbauten in der Schweiz und Süddeutschland ausgegraben. Im Zusammenhang mit der Diskussion um die Theorien von Charles Darwin (The Origin of Species war 1859 erschienen), führte das zu zahlreichen populärwissenschaftlichen und auch künstlerischen Behandlungen vorgeschichtlicher Stoffe, wodurch die Themenpalette der Historienmalerei und des Historischen Romans erweitert wurde.

Rulaman so heißt der junge Neandertaler aus der Steinzeit in David Friedrich Weinlands gleichnamigen Roman von 1878. Weinland beschreibt darin das Leben der „Aimats“, der Jägernomaden, die dem Wild nachziehen in der Gegend zwischen Neckar und Donau auf der Schwäbischen Alb.

Das friedliche und ein wenig anarchische Leben der Sippe um Rulaman wird gestört, als die „Kalats“ auftauchen. Der Donau folgend kommen diese Bauern und Viehzüchter aus dem Osten, sind landhungrig und beherrschen Techniken, die den Steinzeitleuten völlig unbekannt sind.
Die Kalats weben Tuche und stellen Kleider her, mit denen sie sich kleiden, statt mit Fellen. Sie verwenden keine Steine und Knochen als Werkzeuge, sondern können Metall schmelzen und bearbeiten.

Die Kalats gehen unter

Die Kalats leben in selbstgebauten Hütten, bleiben an einem Ort mit mehreren Familien und benötigen keine Höhlen als Winterquartier. Und: Die Kalats bringen Tiere mit, die bei ihnen leben. Auch gibt es bei ihnen ein „Oben und Unten“; es gibt Hauptleute und Untergebene, Krieger, Priester, Bauern und Handwerker. Kurz: Rulamans Aimats sind die Unterlegenen und müssen untergehen.

Holzschnitt nach einem Entwurf von Heinrich Leutemann

Historisch nicht ganz auf dem Stand der Forschung – aber das sehr spannend – dramatisiert Weinland die Übergangszeit vom Urmenschen zum modernen Menschen. Hier die nomadisierenden Jäger und Sammler, die Urmenschen der Steinzeit, dort die sesshaften Bauern, die Kelten der Bronzezeit. Tatsächlich liegen zwischen dem Ende der Neandertaler und dem Auftauchen der Kelten ein paar Tausend Jahre. Zuvor werden die Nomaden von Bauern und Viehzüchtern verdrängt, die zwar wie sie mit Stein arbeiten, aber sesshaft sind und die Jagdgründe der Nomaden gewaltsam besetzen.

Besteller von der Uracher Alb

Weinland schreibt diesen Roman ursprünglich nur zur Unterhaltung seiner Söhne. Nachdem er seine Geschichte in kleinem Kreis vorliest, wird er gedrängt, einen Verlag zu suchen und den Text als Buch zu veröffentlichen.
Das Buch wird ein großer Erfolg, eine halbe Million Mal verkauft und in sieben Sprachen übersetzt. Ein zweites Buch Weinlands, „Kuning Hartfest“, ein paar Jahre später veröffentlicht, beschreibt den Kampf der Germanen gegen die Römer im Zeitalter Hermann des Cheruskers um das Jahr 9 n.Chr. Auch hier ist der Schauplatz die schwäbische Heimat des Dichters zwischen Hohenneuffen, Filstal und der Alb, mit ihren suebischen Stämmen der Arnulfinger, Buringer und Vaitelinger.

David Friedrich Weinland wird 1829 in Grabenstetten geboren. Sein Vater ist dort Pfarrer, und der Sohn soll es auch werden. Nach Volksschule, Lateinschule in Nürtingen und Seminar in Maulbronn studiert Weinland ab 1847 in Tübingen Theologie.
Schon als Jugendlicher ist er begeistert von der Naturgeschichte und der Naturbeobachtung. Deshalb besucht der junge Student auch naturwissenschaftliche Seminare.

Nach kurzer Zeit sattelt Weinland um, und 1852 schließt er sein Studium als Zoologe mit einer Arbeit über die Urzeugung ab. Zunächst auf eine Assistentenstelle am zoologischen Museum in Berlin berufen, gelangt der junge Naturwissenschaftler 1855 an die Harvard Universität in Cambridge an der amerikanischen Ostküste. Bei ausgedehnten Reisen in die Karibik, nach Kanada, und Mexiko lernt er nicht nur die Natur dieser Regionen, sondern vor allem auch das Leben ihrer Ureinwohner kennen.

Fund im Neandertal

Diese Erfahrungen, die 1858 erstmals veröffentlichte Evolutionstheorie Darwins und nicht zuletzt der sensationelle Fund des Neandertal-Skeletts 1856 im Tal der Düssel bei Mettmann, inspirieren Weinland zwanzig Jahre später zu seinem Roman Rulaman.

In Boston erkrankt Weinland, er muss 1859 nach Deutschland zurückkehren und wird Direktor des Zoos in Frankfurt am Main. Sein inzwischen chronisches Halsleiden zwingt ihn schließlich 1863, die Leitung des Zoos aufzugeben. Weinland zieht sich endgültig auf sein väterliches Gut in Hohenwittlingen zurück. Er veröffentlicht Aufsätze, Bücher und Rezensionen zu wissenschaftlichen Themen und widmet sich seiner Familie mit Frau und vier Söhnen. 1915 stirbt David Friedrich Weinland. Er wird in Hohenwittlingen beigesetzt.